Burnout

Erschöpft und ausgebrannt?

Burnout ist ein Prozess, der in die Erschöpfung mündet

Es scheint, als ob immer mehr Menschen an Burnout erkranken. Ärzte sind sensibilisiert und das Thema, bzw. psychische Erkrankungen werden nicht mehr so tabuisiert.

Die Not der Menschen, die an ihr Limit gekommenen sind und auch ihrer Angehörigen ist enorm gross. Auch im Job gibt es meist spürbare Auswirkungen auf Kunden, Kollegen, Mitarbeitende und Vorgesetzte.

Betroffene sind im wahrsten Sinne des Wortes ausgebrannt, am Ende ihrer Energien. Erschöpft, kraft- und mutlos. Oft begleitet von Ängsten, Depression, Schlafstörungen, Bluthochdruck und anderen körperlichen und psychischen Symptomen.

Wie können Sie bei sich selbst erkennen, ob Sie betroffen sind?

Vielmals verstärken sich bei Betroffenen nicht nur berufliche sondern auch private Probleme. In Partnerschaften und Familien spriessen und wachsen Konflikte.  Einst belastbare, kraftvolle Menschen scheinen wie ausgewechselt. Zuverlässige, engagierte, humorige Frauen und Männer kehren sich ins Gegenteil.

Bei Burnout gilt: Nichts ist mehr, wie es war.

In einem Burnout-Prozess ist Ihr Körper durch Stress in permanentem Alarmzustand. Die Folgen sind für Körper und Psyche weitreichend und können sich unter anderem durch folgende Symptome zeigen:

  • Konzentrationsstörungen
  • Vergesslichkeit
  • geschädigtes Immunsystem
  • Probleme im Herz-Kreislaufsystem
  • Magen-Darm-Erkrankungen
  • Muskelverspannungen
  • Müdigkeit
  • Schlafstörungen
  • Ängste, auch irrationale
  • Panikattacken
  • Mutlosigkeit
  • Gefühl von ausgeliefert Sein
  • Gefühl von Machtlosikeit
  • Gefühl von innerer Leere
  • Gefühl von innerer Lähmung
  • depressive Verstimmung bis Depression
  • gesteigerte Aggression
  • Zynismus
  • Neid
  • Niedergeschlagenheit
  • Ungeduld
  • gesteigerte Reizbarkeit
  • und einiges mehr

Die aktuellen Stressstudien belegen: Bis zu 90% aller Betroffenen haben den Wunsch, aktiv an Ihrem Gesundwerden mitzuwirken. Eine erfahrene und professionelle Begleitung ist von grosser Bedeutung. Menschen brauchen verständnisvolle und individuelle Behandlungskonzepte. Die Gesprächspsychotherapie nach Carl Rogers ist dafür genau richtig.

Aus der Praxis

Was ich wirklich allen Betroffenen empfehlen kann: Nehmen Sie die Warnsignale Ihres Körpers ernst. Gehen Sie nicht zu lange über Ihre Möglichkeiten und Grenzen hinaus. Hören Sie auf Ihre PartnerInnen, FreundInnen und KollegInnen, wenn diese Sie besorgt auf Veränderungen aufmerksam machen. Bleiben Sie bitte nicht in Ihrer Scham und Angst stecken, sondern: Holen Sie sich rechtzeitig professionelle Hilfe.

FRAU B, 57 JAHRE, ABTEILUNGSLEITERIN

Ich kann nichts mehr, mir gelingt nichts mehr, ich bin zu nichts mehr fähig. Und ich habe Angst, dass sich daran nie mehr etwas ändern wird. Gestern bin ich mit dem Rad, die Hauptstrasse entlang zu meiner Bank gefahren. Das mache ich öfter. Ich bin dreimal daran vorbei gefahren, weil ich sie einfach nicht gefunden habe. Ich glaube ich werde verrückt.

Frau B kam zu mir, nachdem sie schon durch das Casemanagement Ihres Unternehmens aufgefangen war, sie nach 2 Monaten jedoch immer noch nicht wieder arbeitsfähig war. Auch die Beziehungsprobleme mit ihrem Partner waren kaum noch auszuhalten für sie. Nach weiteren drei Monaten fand Frau B den Weg zurück in ihr Leben. Nicht plötzlich, nicht von einem Tag auf den anderen, sondern stetig und mit viel Mut, sich abzugrenzen und Lust auf ihr wiedergefundenes Leben.

HERR L, 39 JAHRE, SELBSTÄNDIG

„Ich verstehe es nicht. Das kann doch gar nicht sein. Wieso schaff ich denn kleinste Kleinigkeiten nicht mehr? Bin ich jetzt vollkommen hinüber? Gestern wollte ich ein Email schreiben, ein einfaches Email. Ob sies glauben oder nicht, mir wurde nach dem ersten Satz so schwindelig, dass ich dachte ich kipp vom Stuhl. Das ist doch alles nicht mehr normal. Ich hab doch sicher einen Tumor im Kopf, oder etwas ähnlich Schlimmes.“

Herr L kam auf Anraten seiner Hausärztin zu mir in die Praxis. Laut ihrem Bericht war Herr L medizinisch abgeklärt. Auf seinen besonderen Wunsch wurden auch Aufnahmen seines Schädels im MRT gemacht. Auch bei einem Neurologen war er bereits vorstellig geworden. Sämtliche Untersuchungen verliefen ohne Befund. Herr L war körperlich “gesund”. Während unseres Therapieprozesses waren wir auch zunehmend von finanziellen Ängsten begleitet, da Herr L selbständig war. Auch er fand langsam, aber unaufhörlich in sein Leben zurück. Heute, 1 Jahr danach, ist er dem Burnout zwar nicht dankbar, sein Leben macht ihm heute jedoch definitiv mehr Spass, als davor.

Und wenn Sie nach einem strukturierten Weg suchen, um Ihre Selbstfürsorge zu vertiefen und einem Ausbrennen entgegenzusteuern, empfehle ich Ihnen mein Therapietagebuch „Selbstfürsorge – 14 Tage für Dich.“

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