Entspannungstherapie
Achtsamkeit nach John Kabat Zinn
John Kabat Zinn
Der Vater des Achtsamkeitstrainings MBSR
Mind
Based
Stress
Release
Jon Kabat Zinn hat 7 wertvolle Punkte zusammengefasst, die es Dir erleichtern können, Achtsamkeit in den Alltag einfliessen zu lassen.
1. Sei (D)ein neutraler Beobachter
Sei ein neutraler, freundlicher Beobachter. Viel zu oft passiert es uns mit uns selbst, aber auch mit anderen, dass wir voreilig urteilen. Bewerten anstelle von Beobachten. Vielleicht kann es Dir in Zukunft öfter gelingen, Dich zu entdecken, Dich freundlich zu beobachten, Dich willkommen zu heissen, ohne sofort zu urteilen. Und vielleicht gelingt es Dir auch mit Deinem Umfeld. Ich habe den Eindruck, es macht uns viel versöhnlicher. Mit uns und auch mit anderen. Und wenn das nicht sofort gelingt, dann ist das auch nicht schlimm. Es ist nicht wichtig, sofort zum Ziel zu kommen. Es ist wichtig, auf dem Weg zu bleiben, sich zu bemühen und dabei freundlich und aufmerksam zu beobachten. In dem Wissen, dass es nicht sofort gelingen kann. Und das bringt uns zu Punkt ZWEI.
2. Hab Geduld mit Dir und der Sache
Nicht wie schnell Du ans Ziel kommst ist ausschlaggebend. Sondern dass Du dran bleibst. Genau in der Geschwindigkeit, wie es für Dich passend ist. Mit der Aufmerksamkeit, die Du dafür brauchst. Vergleiche Dich nicht mit anderen. Denn niemand wird Deinen Weg gehen. Niemand wird Deine Empfindungen so gut verstehen und erkennen, wie Du das kannst. Lass Dir Zeit. Erforsche, sei neugierig auf das, was Du bei Dir entdecken könntest. Und Punkt DREI passt dazu wunderbar:
3. Hab Vertrauen
Vertrauen in Dich selbst und vielleicht auch in Deine Umgebung. Vertraue darauf, dass Du/Ihr es schaffen könnt. Dass Du irgendwann, ganz von selbst, ohne zu überlegen, achtsam im Alltag sein wirst. Egal wann, das ist nicht ausschlaggebend. Dass Du es schaffen wirst, durch Dein stetes Bemühen. Das solltest Du wissen, spüren, nach Innen und Aussen tragen. Jederzeit. Ohne Hast und ohne Druck. Eben einfach genau so, wie es gerade ist.
4. Habe keine Absicht
Wie sollte das gelingen? Und was ist damit gemeint? Vor allem beim Achtsamkeitstraining geht es darum, im Moment zu bleiben. Wahrzunehmen, was jetzt gerade ist. Dahinter steht kein Ziel. Bei der Achtsamkeitsübung (dem Audio) geht es zum Beispiel nicht darum, den Atem zu berichtigen, sondern ihn einfach nur neutral und freundlich zu beobachten. Ohne richtig oder falsch. Sondern genau so, wie er gerade ist. Probier es einfach aus.
5. Bewahre Dir den «Geist des Anfängers»
Kleine Kinder haben diesen Geist des Anfängers noch parat. Sie sind jederzeit offen für Neues. In jedem Moment. Sie wollen entdecken, freudig, furchtlos. Hetzen nicht durch den Kletterspielplatz, geniessen den Spass in jedem Moment. Geniessen und bereit für Neues sein. Bleib immer offen und achtsam.
6. Lebe Akzeptanz
Die Akzeptanz in sich spüren ist ein grosses Geschenk. Zu bemerken, wie wir sind, mit all unseren Talenten und auch mit unseren Grenzen. Uns als das nehmen, was wir sind. Und auch zu bemerken, dass es uns nicht immer leicht fällt. Vor allem, wenn es eigene, innere Anteile sind, die uns im Weg stehen. Wenn uns Ängste plagen, uns der Mut verlässt. Wir zu unseren Unzulänglichkeiten nicht stehen wollen. Gerade dann brauchen wir die Akzeptanz uns selbst gegenüber am allermeisten. Nimm Deine Möglichkeiten wahr und sei auch achtsam für Deine Grenzen. So kannst Du jederzeit fürsorglich mit Dir und anderen umgehen, ohne Dich zu überfordern. Nimm Dich ernst und sorge für Dich.
7. Lass los
Ein Satz, der so leicht ausgesprochen wird. Du sollst auch mal loslassen können. Und meist fällt uns das gar nicht so leicht. Denke daran, wahr zu nehmen, dass es Dir schwer fällt und dass Du Dich vielleicht dafür nicht magst, dass es Dir so schwer fällt. Dich vielleicht sogar schämst oder ärgerst. Dann bist Du schon auf dem richtigen Weg. Achtsam sein bedeutet, wahrzunehmen, was ist. Es bedeutet nicht, das was uns stört, auszusperren. Befreie Dich von dem Gedanken, nicht in Ordnung zu sein. Denn das bist !
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